Ernte 2018

Was ein Jahr.

Ohne wieder den Begriff Jahrhundertganrgang strapazieren zu wollen, war dies dies doch ein sehr außergewöhliches Jahr.

Ein normaler Austriebszeitpunkt ließ ein normales Jahr erwarten ohne die Frostgefahr des Jahres zuvor.

Dann aber war es ab Mai in jedem Monat zu warm und eigentlich auch zu trocken, sodass die Rebentwicklung turbomäßig voranschritt.

Mitte des Sommers kamen die  Erinnerungen an 2003 auf mit der Befürchtung, wieder ähnlich schwere und säurearme Weine zu ernten, die dem Zeitgeist völlig widersprechen.

Mit diesem Hintergrund begannen wir dann auch schon am 27. August mit der Lese und konnten gleich in der ersten Lesewoche schon unsere Großen Gewächse vom Grau- und Spätburgunder reif, aber dennoch moderat im Alkohol ernten. Auch die restlichen Burgunder konnten aufgrund des überragenden Gesundheitszustandes schnell von unserer fleißigen Erntemannschaft eingebracht werden, sodass wir bei allen Weinen im erfreulichen Alkoholbereich zwischen 12 und 13,5 liegen (beim Gutedel sogar 10,5!)

Zu erwartende Qualitätseinbußen aufgrund der Trockenheit wurden alleine schon durch die völlig unerwartete Erntemenge, was für eine gute Wasserversorgung spricht,  sowie durch erste Verkostungen der Jungweine absolut widerlegt. Dies zeigt, dass die Rebe als Tiefwurzler vorallem in unseren tiefgründigen Kalkböden am Schwarzwaldrand eine doch sehr begünstigte Pflanze ist.

Die Weine machen jetzt schon sehr viel Spaß und werden auch Sie in den nächsten Jahre begeistern.

Wir freuen uns schon auf die Möglichkeit, diese mit Ihnen zu verkosten.